Mi 10 Mrz 2010
Die Welt vergessen in Jalcomulco…
Editiert von Esther Schüttpelz unter Lesertagebuch
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Die Zeit von Sonntag bis Dienstag haben wir Austauschschüler im Bundesstaat Veracruz endlich wieder alle zusammen verbracht! Es begann am Sonntagmorgen mit einem Frühstück in Veracruz, an dem unzählige Rotarier aus dem gesamten Distrikt teilgenommen haben. Dort haben wir uns länderweise in Gruppen vorgestellt, haben uns von unseren Gasteltern verabschiedet und sind in den Bus gestiegen, der uns in die Hauptstadt von Veracruz, Xalapa, bringen sollte.
Die Stimmung war super, wie immer, wenn wir alle zusammen sind. Als wir nachmittags in Xalapa angekommen sind, hatten wir etwa eine Stunde, um uns das Zentrum anzusehen und dann noch eine halbe Stunde, um zu essen. Xalapa ist eine wirklich schöne Stadt, die besonders von den vielen kleinen Gassen, der hügeligen Landschaft und den kleinen, gemütlich aussehenden Häuschen ausgemacht wird.
Um 5 Uhr sind wir leider schon weiter gefahren in ein Museum. Dort angekommen, haben wir festgestellt, dass es sich um ein interaktives Museum für Kinder handeltet und das Meckern und Stöhnen einiger Leute war nicht zu überhören. Im Endeffekt war es aber vielleicht doch eine ganz gute Wahl, da wir da wirklich viel Spaß hatten und man nicht behaupten kann, dass unser Benehmen für diesen Ort zu erwachsen war
Auch für einen 3D-Film über Dinosaurier konnten wir uns problemlos begeistern….:-)
Draußen war es bereits dunkel geworden und wir haben es uns wieder im Bus bequem gemacht, um das nächste Ziel anzusteuern. Jalcomulco ist ein kleines Dorf in der Nähe von Xalapa und in der Nähe dieses Dorfes gibt es einen Wald, der aus Palmen, Mango-und Bananenbäumen besteht. Mitten in diesem Wald deuten erst zahlreiche weiße Hängematten auf Leben hin. So folgt man dem Waldweg und erreicht irgendwann eine große, offene Holzhütte, mit langen Holztischen, auf denen –in unserm Fall- duftendes Essen im Schein der runden Lampen, die von der Decke hängen, nur noch darauf wartet von 68 hungrigen Austauschschülern verspeist zu werdenJ
Von diesem „comedor“ erreicht man eine Feuerstellt und viele kleine Hütten, die man erst gar nicht sieht. In diesen Hütten waren wir in Zweierzimmerchen untergebracht. Bis wir die beteten haben, um zu schlafen, vergingen allerdings noch einige Stunden, da wir nach dem Essen zu Bongotrommelrhythmen ausgelassen getanzt haben und Spiele gespielt haben.
Am nächsten Morgen gab es um 9 Uhr Frühstück und von da aus sind wir in kleinen Bussen zu der Quelle eines Flusses gefahren. Mit Schwimmwesten, Helmen und einem Paddel pro Person, haben wir uns in Sechsergruppen und einem Guide in Gummiboote gesetzt und uns erklären lassen, wie wir die nächsten 18 km sicher flussabwärts fahren können. Für die meisten von uns war es schon immer ein Traum „wild-water-rafting“ zu machen, ein Traum, der nun erfüllt wurde. In den nächsten 3 Stunden konnte ich also gar nicht mehr aufhören zu lachen, zu schreien oder ausgelacht zu werden, da ich an meinem Platz vorne links immer als einzige nass – aber richtig nass- wurde
.
Als wir um 17 Uhr wieder bei unseren Hütten waren und ich mich nach einer heißen Dusche mit meinen Freunden ans Feuer gesetzt habe, habe ich geglaubt, der glücklichste Mensch auf dieser Welt zu sein. So entspannt war ich wirklich lange nicht mehr gewesen. Als es dann noch gutes Essen gab, war der Tag für mich perfekt. Die nächsten Stunden bis zum Abendbrot um etwa 22 Uhr haben wir mit Kartenspielen verbracht und nach dem Essen hat ein alter Mann Gitarre und Mundharmonika gespielt und wir lagen einfach alle dort, haben die schönen Melodien genossen und dabei in den Sternenhimmel geschaut….
Leider mussten wir uns am Dienstag nach dem Frühstück schon wieder auf den Rückweg machen, aber der Besitzer der Hüttenanlage hat unsere Namen wird uns einen Freundschaftspreis machen, falls wir noch einmal wiederkommen möchten!!!
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